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GC Fussball Sektion - Frauen | 13.03.2018

NLA: Déjà-vu-Erlebnis der GC Frauen in Luzern

Nach dem Schlusspfiff standen sie wieder da, so wie in den Auswärtsspielen zuvor auch. Gemeinsam im Kreis, die Köpfe gesenkt. 90:00, 3:2, leuchtete noch immer auf der Anzeigetafel. Genau dieses Resultat werden nun alle sehen und sich ihre Gedanken dazu machen. Doch was man nur vor Ort sehen konnte, war die gute Leistung welche die Hopperinnen zeigten.

Entschlossen betraten die GC Frauen an diesem Montagabend den Naturrasen auf der Luzerner Allmend. Für sie war klar, dass nur ein Sieg nochmals eine Möglichkeit darstellt, weiter um die vorderen Tabellenplätze zu kämpfen. Nach einem Freistoss von Bettina Brülhart kam Laura Walker im Strafraum an den Ball, sie wurde dann jedoch zu Boden gedrückt. Gespielt waren erst 51 Sekunden, vermutlich zu früh um einen Strafstoss zu pfeifen. Walker stand auch in der 23. Minute im Mittelpunkt. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld nutzte sie die ganze Erfahrung von mittlerweile 100 NLA-Spielen und liess ihre beiden Gegenspielerinnen mit Jahrgang 1999 alt aussehen. Das Zuspiel zur Mitte konnte dann zwar geblockt werden, jedoch direkt vor die Füsse von Sára Krisztin. Die Stürmerin traf mit ihrem satten Schuss zur 1:0-Führung. Gerade für sie war dieser Treffer eine Genugtuung, bekam sie in den Startminuten etliche Male «eins auf die Socken». Auch in der 32. Minute erwartete Krisztin wieder einen Foulpfiff, doch diesmal traf Gegenspielerin Rahel Graf eben auch noch den Ball. Die Luzernerinnen nutzten dies gleich aus. Ein langer Ball an die rechte Seitenlinie auf Géraldine Reuteler, diese spielte zur Mitte auf die mitgelaufene Irina Brütsch und schon stand es 1:1. Diese Aktion ging so schnell von statten, da stand selbst der SR-Assistent beim letzten Pass noch nicht auf der Höhe, womit die Offside-Frage ungeklärt bleibt. Klar ist jedoch, dass dies der erste Torschuss des Heimteams in dieser Partie war. Und bei diesem einen Schuss aufs Tor blieb es dann auch in der gesamten ersten Hälfte, denn nur zwei Minuten später schoss Reuteler nach einem Durcheinander im GC-Strafraum neben das Tor. Im Gegenzug verpassten dann etliche GC-Spielerinnen die Hereingabe von Sina Spieser, womit es mit dem 1:1 in die Pause ging.

Um dem Angriffsspiel weiteren Druck zu verleihen, kam Caroline Müller für Jasmin Wirthner ins Spiel. Die aktuell beste Schweizer Torschützin verzeichnete nach knapp zehn Minuten Einsatzzeit ihre erste Abschlussmöglichkeit mit einem Schuss aus der Drehung. Den folgenden Abstoss spedierte Lilia Rüegg zwar direkt wieder an den anderen Strafraum zurück, doch es kam nochmals ein langer Ball zurück. Auch dieser fand aus Luzerner Sicht mit Gianna Klucker wieder nicht die richtige Adressatin. Denn diese bereinigte die Situation mit einem Rückpass zu ihrer Torhüterin. Doch Nadja Furrer, die sonst gar nichts zu tun hatte, schoss FCL-Stürmerin Brütsch an und das Unheil nahm seinen Lauf. Zwar sprintete die GC-Keeperin dem Abpraller noch hinterher, erreichte diesen jedoch erst hinter der Torlinie. Luzern führte mit 2:1 ohne einen zweiten Torschuss abgegeben zu haben! Auch in der Aktion zwanzig später konnte man nicht von einer Torchance sprechen. Brütsch lief zwar alleine auf Furrer, legte sich den Ball jedoch zu weit vor. Im Gegenzug gelang den GC Frauen der Ausgleich. Graf haute an der Hereingabe von Spieser vorbei, Müller stand goldrichtig und erzielte ihren 16. Saisontreffer. 2:2 nach 76 Minuten. Die Hopperinnen powerten gleich weiter. Hubler setzte aus der eigenen Platzhälfte zu einem Sololauf an, leider fand ihre Hereingabe drei Meter vor der Grundlinie keine Abnehmerin (79.). Dann war es wieder Müller, diesmal scheiterte sie allerdings an Natascha Honegger, Spieser haute den Abpraller weit über das Tor (80.). Der nächste Abschluss von Krisztin landete in den Händen der FCL-Schlussfrau (83.). Gestört wurde das Furioso der Grasshoppers nur durch Reuteler, die nach einer Flanke der eben erst eingewechselten Schegg, an Furrer scheiterte (88.). Die GC Frauen suchten weiterhin den Sieg. Nach einem Corner von Sarah Abbühl kam Müller nochmals zu einem letzten Abschluss (92.). Die Uhr tickte weiter, letztlich sollten es vier Nachspielminuten werden. Das Heimteam mit einem letzten Vorstoss, Reuteler tankte sich auf der rechten Seite durch. Ihr Zuspiel gelang zu Chantal Wyser und deren Abschluss schlug doch tatsächlich in der oberen linken Torecke ein. Als der Ball die Torlinie zum 3:2 überquerte, waren genau 93 Minuten und 59 Sekunden gespielt! Eine einzige Sekunde fehlte zum Punktgewinn.

Vor knapp einem halben Jahr war das Endresultat genau dasselbe, der entscheidende Treffer fiel damals in der 91. Minute. Nun haben die GC Frauen zwar wieder alles versucht und mit einer solidarischen Teamleistung den Sieg angestrebt, am Ende gab es erneut keine Belohnung in Form von Punkten. Das erfreuliche Schussverhältnis von 13:6 auswärts beim Tabellendritten darf sich dennoch sehen lassen. Weniger gut ist was man aus den Standardsituationen herausholen konnte. Nach den etlichen Freistössen und Eckbällen, es waren insgesamt gegen 20, wurde es nicht ein einziges Mal gefährlich.

Daran kann man nun in den nächsten Trainings arbeiten, denn das nächste Spiel findet erst am Mittwoch in der kommenden Woche statt.

Bilder zum Spiel gibt es in der Galerie.


Telegramm:
FC Luzern Frauen – GC Frauen 3:2 (1:1)
TVL5 Hubelmatt, Luzern. 60 Zuschauer.
SR: Özkanli, Rifat. SRA1: Fetaj, Besart. SRA2: Baladin, Oguzalp.
Tore: 23. Krisztin 0:1, 32. Brütsch 1:1, 55. Brütsch 2:1, 76. Müller 2:2, 94. Wyser 3:2.

FC Luzern: Honegger; Bitzi; Graf, Häring, Lötscher; Ruf (63. Haller; 68. Sager), Wyser, Remund, Stapelfeldt (85. Schegg); Reuteler, Brütsch.
Ersatz: Albisser; Felder, Scheiber.
Nicht im Aufgebot: Egli (verletzt).

GC Frauen: Furrer; Wirthner (46. Müller), Rüegg, Glanzmann, Klucker; Walker; Tenini (68. Rauber), Hubler; Spieser, Krisztin, Brülhart (68. Abbühl).
Ersatz: Killias; Roscic, Eymann, Andresen.
Nicht im Aufgebot: Bruderer, Iseli, Schärz, Karrer (alle rekonvaleszent), Steinmann (Ferien).

Verwarnungen: 59. Ruf (Foul), 73. Graf (Foul), 93. Glanzmann (Foul).
Bemerkungen: -.

(rfr)

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