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08.12.2019

NLA: Viel Kampf, wenig Ertrag in Genf

Auch im zweiten Saisonduell zwischen den GC Frauen und dem Servette FC Chênois Féminin heisst der Sieger wieder Servette, wieder entscheidet ein einziges Tor die Partie. Mirela Jakupi traf in der 41. Minute als einzige.

In der vorletzten Runde dieses Jahres stand für die GC Frauen die Reise nach Genf auf dem Programm. Ohne verkehrstechnische Probleme erreichte man den Spielort. Gespielt wurde diesmal im Stade de Floriment in der Gemeinde Lancy. So trafen auf dem Ausweich-Kunstrasenplatz, die dort noch ungeschlagenen Genferinnen, auf die in Genf noch ungeschlagenen Zürcherinnen. Im Vergleich zum letzten Gastspiel im Mai hat sich das Team von Servette bekanntlich ziemlich verändert. Das Durchschnittsalter der Genfer-Startelf betrug dann auch knapp 28,5 Jahre. Nicht verändert hat sich bei den Gästen die Einstellung. Nach dem Cup-Out wollte man wieder mit der gewohnten Spielfreude zu weiteren Punkten in der Liga kommen.

Vorerst verfiel die Partie wieder in das Muster des letzten Direktduells, welches personell mit 11 gegen 9 endete. Die hart geführten Zweikämpfe überwiegten gegenüber den spielerischen Glanzpunkten. In der 38. Minute hatten die GC Frauen dann eigentlich die Chance auf den Führungstreffer, doch weder Caroline Müller noch Naja Glanzmann konnten sich zum Torabschluss überwinden. Herausgespielt war die Aktion allerdings perfekt. Stefanie Da Eira lancierte Malin Gut, die sich trotz Gegenwehr durchsetzte und in die Mitte zu Müller passte. Sie legte quer zu Glanzmann, diese passte wieder zurück zu Müller, dann waren bereits wieder zu viele gegnerische Beine im Weg. Keine drei Minuten später dann der Schreckmoment auf der anderen Seite. Erst wird ein Ball nicht resolut geklärt, dann geht die Zuordnung völlig verloren, Mirela Jakupi profitierte alleinstehend mit dem Tor zum 1:0.

Als wäre die Aufgabe gegen ein Servette, welches bisher erst 9 Gegentore kassiert hatte, nicht schon schwer genug gewesen, mussten die Hopperinnen die zweite Halbzeit auch noch ohne ihren Captain antreten. Die angeschlagene Laura Walker wurde durch Yllka Kadriu ersetzt. Die Grasshoppers drückten vehement auf den Ausgleichstreffer, doch Nationaltorhüterin Gaëlle Thalmann blieb gegen ihren ex-Club wiederum ohne Gegentor. Das Heimteam versprühte mit einem Distanzschuss und einem Freistoss noch Torgefahr, doch Julia Gehrig liess sich nicht noch einmal bezwingen. Auch wenn es keine regulären Tore mehr zu sehen gab, war der zweite Abschnitt dennoch unterhaltsam. Dies allerdings nicht fussballerisch. Bei einem GC-Corner wurde das kleine Gerangel zwischen Sandy Maendly und Noa Schärz auf der Linie erst durch die Unparteiische ermahnt. Bei der Neuausführung des Corners blieb Schärz dann demonstrativ wie ein Baum stehen. Dennoch schaffte es Maendly sich schreiend fallen zu lassen und erhielt prompt noch einen Freistoss zugesprochen. Auch bei der nächsten peinlichen Szene war die 31-jährige wieder involviert. Nach ihrem rüden Foul an Da Eira wurde auf Vorteil entschieden. Doch beim nächsten Unterbruch hätte die junge Unparteiische dann noch wissen sollen, an wen sie die Verwarnung hätte aussprechen sollen. Auf Nachfrage meldete sich bei den Genferinnen verständlicherweise niemand. Dann ging es erst zum einen Assistenten, dann zum anderen. Die GC Frauen lösten dann das Rätsel. Bis Maendly endlich den gelben Karton zu sehen bekam, vergingen schlappe zwei Minuten! Doch auch davon liessen sich die Gäste auf dem Weg zum Ausgleich nicht beirren. Ein Kopfballtor von Malin Gut wurde in der 90. Minute aberkannt. Die gesamten 6,5 Minuten Nachspielzeit reichten dann letztlich auch nicht mehr für einen regulären Treffer.

Auch wenn es für die GC Frauen bereits die neunte Saisonniederlage absetzte, sechs davon mit nur einem Tor unterschied, war diese beim Leader absolut nicht zwingend.

Nach der Reise ganz in den Westen steht nun noch diejenige ganz in den Osten an. Zum Jahresabschluss gastieren die GC Frauen am kommenden Samstag in Staad.

Bilder zum Spiel gibt es in der Galerie.


Telegramm:
Servette FCCF – GC Frauen 1:0 (1:0)
Stade de Lancy-Floriment, Petit-Lancy. 210 Zuschauer.
SR: Mauricio, Laura. SRA1: Roubaty, Loris. SRA2: Aeschbacher, Jonathan.
Tor: 41. Jakupi 1:0.

Servette FCCF: Thalmann; Soulard (92. Felber), Serrano, Di Pasquale, Abbé, Spälti; Lagonia, Maendly; Sarrasin, Jakupi (64. Gillioz), Fleury.
Ersatz: Keizer; Silvério, Chircop, Tufo, Duclos.
Nicht im Aufgebot: Voirol, Muino, Laaroussi (alle verletzt), Silva (krank), Paita, Dumauthioz, Pezzotta, Della Tommasa, Dorval, Carmeni.

GC Frauen: Gehrig; Wirthner, Walker (46. Y. Kadriu), Rauber, Steinmann; Gut; Glanzmann, Schärz, Da Eira, Krisztin (92. Hubler); Müller.
Ersatz: Furrer; Brülhart, Umiker.
Nicht im Aufgebot: Karrer, Killias (beide rekonvaleszent), Meyer, Rüegg, Tenini.

Verwarnungen: 16. Müller (Foul), 83. Maendly (Foul).
Bemerkungen: 90. Tor von Gut aberkannt (Offside). Spiel auf Kunstrasen.

(rfr)

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